26.07 - 31.07.2016

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Lednica - ein freudiges Glaubensfest vor dem WJT

2016-06-07


80 000 junge Menschen haben sich beim 20sten Jugendtreffen „Lednica“, im Jahre des 1050sten Taufjubiläum Polens und 50 Tage vor dem Weltjugendtag versammelt, um zusammen zu singen und für Gott zu tanzen. In diesem Jahr haben sich auch Freiwillige aus dem Organisationskomitee des Weltjugendtages zu dem Jugendtreffen in Lednica auf den Weg gemacht.

Was ist das Jugendtreffen „Lednica“?

Seit 20 Jahren versammeln sich Tausende von jungen Menschen am ersten Samstag im Juni auf den Feldern am Ufer des Sees Lednica, in der Nähe von Posen, um gemeinsam zu beten und eine individuelle Freundschaft mit Christus aufzubauen.
Die Historiker sind überzeugt, dass genau an diesem Ort – dem See Lednica – im Jahre 966 Mieszko, ein heidnischer Herrscher Polens die Taufen empfing und Polen somit zu einem christlichen Land wurde.
In diesem Jahr haben wir das 1050ste Jubiläum dieses großen Ereignisses gefeiert. Die Anwesenheit von Jugendlichen aus der ganzen Welt, die sich zusammen mit dem Heiligen Vater zum Weltjugendtag in Krakau versammeln werden, wird eine große Gnade für Polen sein.

Wie der Initiator der Treffen, der Dominikaner Vater Jan Góra, einst erinnerte, haben die Jugendtreffen Lednica und der WJT viel gemeinsam. Johannes Paul II. hat bei beiden Treffen die Idee gehabt. Vater Jan Góra ist auch der Komponist der Hymne des WJT in Tschenstochau „Abba Ojcze“.
Der begeisterte Freund der Jugend ist letztes Jahr am 21. Dezember 2015 unerwartet während einer privaten Messe gestorben. Er wurde auf den Feldern von Lednica bestattet.

Papst Franziskus, der die Ereignisse in Krakau leiten soll, hat an die Pilger von Lednica folgende Worte gerichtet: „Liebe jungen Freunde, ich segne eure Freude, euren Enthusiasmus und euer Verlangen nach dem Heiligen Geist mit ganzem Herzen. Er belebt euch und stärkt eure Liebe. Er ist schöpfend und verleiht Kraft und Begeisterung“.

Vor dem Treffen haben sich viele Menschen gefragt wie das Lednica Treffen ohne Vater Jan Góra aussehen wird.
Nach dem Treffen gibt es nun keine Zweifel mehr. Vater Góra hat eine sichtbare Spur hinterlassen, ein besonderes Bild der Kirche und eine große Freudenquelle. Er hat nicht nur das größte Sanktuarium unter freiem Himmel, aber auch eine Generation von Jugendlichen, die sich durch ihren Glauben freuen und sich nicht schämen dies zu zeigen, hinterlassen. Trotz allen Anscheins hat das Lednica Treffen nach seinem Tod nicht an Beliebtheit verloren.

Der WJT im Zeichen des Fisches

Die Anwesenheit der Freiwilligen des WJT hat dazu geführt, dass das Jugendtreffen Lednica sehr multikulturell war. Auf den Feldern wehten die Flaggen aus Frankreich, Slowenien, Deutschland, Ukraine, Costa Rica, der Kanarischen Inseln und Mexiko.

„Alle sagten, dass es ihnen sehr gefallen hat und dass sie von vielen Sachen beindruckt waren: der Menschenmenge und der Freude, die aufgekommen ist. Sie waren auch von der Anwesenheit der vielen Priester sehr beeindruckt. Einige sagten: „Wenn wir so viele Priester in unserem Land hätten wie hier…“ Das hat sie überrascht, alle haben gestaunt“ erzählt Judyta Sowa aus dem Organisationskomitee des WJT.

Nicht nur Freiwillige aus verschiedenen Ländern, die gerade in Krakau wohnen, haben die stundenlange Reise auf sich genommen. Es sind auch viele Delegationen der Auslandspolen gekommen, die größte Gruppe aus Deutschland.

„Der Heilige Geist wirkt, sodass alles sich lohnt um das hier zu erleben“ sagt Monika Bober aus Deutschland, die eine zwölfstündige Busfahrt hinter sich hat, aber keine Spuren von Müdigkeit zu erkennen gibt. „Man kommt hierher und sieht die Jugendlichen, die genauso denken um mit denen man über wertvolle Sachen sprechen kann. Nächstes Jahr bin ich bestimmt wieder dabei – und beim Weltjugendtag auch“ gibt sie hinzu.

Das diesjährige Treffen fand unter dem Motto „Amen!“ statt. Zusammen mit dem Namen des Treffens: „Menschen des Evangeliums, tragt den Namen Christus weit hinaus. Amen“ betonte Bischof Edward Dajczak in seiner Predigt die Bedeutung des Evangeliums, welches wir nicht als Souvenir, aber als Wort Gottes, als Lektüre zum täglichen Lesen, betrachten sollten. Jeder Teilnehmer erhielt eine Taschenausgabe des Neuen Testaments und ein Holzkreuz mit der Aufschrift „Amen“. Der letzte Wunsch von Vater Góra war die Ausgabe der Heiligen Schrift auf den Feldern von Lednica. Die Teilnehmer haben ihn nicht vergessen. „Wir wissen, dass er unter uns ist, wir spüren in unseren Herzen, dass er da ist“ sagten sie. Als Zeichen der Dankbarkeit haben die Jugendlichen zusammen mit dem Portal Benedeo.pl eine große Wand aufgestellt, auf der man schreiben konnte, wofür man Vater Jan dankbar ist. Die Wand war sehr schnell voll.
 
„Lednica hat mir so viel Energie gegeben, so viel neue Motivation, dass man davon gar nicht müde sein kann“ sagt Vianeja Pesjak aus Slowenien. „Ich denke, dass solche Ereignisse ein Beispiel sind, dass die Kirche wichtig ist, dass die Gemeinschaft eine andere, reichere Atmosphäre schafft“.

„Amen“ – so soll es sein

Die Teilnehmer hörten auch die spezielle Botschaft von Papst Franziskus, in der er an das Motto des Treffens erinnerte und sagte: „Das ist eine wichtige Bestätigung der persönlichen Hingabe an Christus, die eure Vorfahren zusammen mit der Taufe vor 1050 Jahren auf sich genommen haben. Mit dem Beispiel von Maria, deren ganzes Leben mit der Gnade Gottes durchleuchtet war und mit dem Heiligen Geist ermuntere ich euch täglich euer „Amen“ zu wiederholen – so soll es sein.
Die Erinnerung an Vater Jan, dem Initiator eurer Treffen, der schon vor dem Herrn gestanden hat, soll euch auf euren Glaubenswegen inspirieren. Ich segne euch und eure Priester von ganzem Herzen. Gelobt sei Jesus Christus!“

Die offizielle Eröffnung des Treffens fand um 17 Uhr statt, aber das Feld füllte sich schon seit den Morgenstunden mit den Pilgern. Von 9 Uhr morgens bis Mitternacht wurde die Beichte gehört und angebetet. Schon vor der Eröffnung des Treffens haben die Musikgruppe Siewcy Lednicy und die Tänzer die Jugend mit Tanz und Gesang einheizt. Die Teilnehmer hörten auch die Katechese von Vater Adam Szustak mit dem Titel „Enthusiamus des Glaubens“. Sie sahen außerdem einen Film über Vater Jan und über die Geschichte der Jugendtreffen Lednica. In dem offiziellen Teil des Programms wurde das Thema der Taufe von Polen groß geschrieben. Zum Programm gehörten neben der Prozession auch die Erneuerung des Taufgelübdes, die Eucharistiefeier, die Anbetung und die Entscheidung für Christus.



Die auferstandene Welt

„Alles hat mit gefallen, die Organisation, die Menschenmenge, dass sie so fröhlich sind, dass alle tanzen und beten. Dass alle lachen! Am besten hat mit gefallen, dass wir durch den Fisch gegangen sind: das war wirklich so ein Moment wie beim letzten Gericht. Es kam mir so vor, dass hinter diesem Durchgang eine andere Welt liegt. Ich habe sogar zu meiner Freundin gesagt, dass das eine auferstandene Welt ist“ sagt Ulyana Zuravchak, Freiwillige des WJT aus der Ukraine. „Die ganze Zeit haben ich eine ähnliche Atmosphäre wie beim WJT gespürt. Vor allem habe ich mich an die Vigilfeier erinnert, wenn alle unter freiem Himmel schlafen. Hier war es sehr ähnlich.“

Das Treffen wurde traditionell mit dem Durchgang durch den Fisch beendet, der dieses Jahr außerdem auch eine Pforte der Barmherzigkeit ist.
Und was ist nach Lednica? Es gibt nur eine Antwort: der Weltjugendtag in Krakau!
Ja, bei dem Lednica Treffen hat es nicht an Akzenten des WJT gefehlt, genauso wie es beim WJT auch nicht an dieser Freude und diesem Enthusiasmus, die wir erlebt haben, fehlen wird. Judyta hat keine Zweifel, dass der WJT genauso gut von der Jugend aus der ganzen Welt angenommen wird.

Viktoria Samp
Übersetzung: Anna Szargiej
Foto Marianna Gurba


Der WJT im Zeichen des Fisches

Die Anwesenheit der Freiwilligen des WJT hat dazu geführt, dass das Jugendtreffen Lednica sehr multikulturell war. Auf den Feldern wehten die Flaggen aus Frankreich, Slowenien, Deutschland, Ukraine, Costa Rica, der Kanarischen Inseln und Mexiko.

„Alle sagten, dass es ihnen sehr gefallen hat und dass sie von vielen Sachen beindruckt waren: der Menschenmenge und der Freude, die aufgekommen ist. Sie waren auch von der Anwesenheit der vielen Priester sehr beeindruckt. Einige sagten: „Wenn wir so viele Priester in unserem Land hätten wie hier…“ Das hat sie überrascht, alle haben gestaunt“ erzählt Judyta Sowa aus dem Organisationskomitee des WJT.

Nicht nur Freiwillige aus verschiedenen Ländern, die gerade in Krakau wohnen, haben die stundenlange Reise auf sich genommen. Es sind auch viele Delegationen der Auslandspolen gekommen, die größte Gruppe aus Deutschland.

„Der Heilige Geist wirkt, sodass alles sich lohnt um das hier zu erleben“ sagt Monika Bober aus Deutschland, die eine zwölfstündige Busfahrt hinter sich hat, aber keine Spuren von Müdigkeit zu erkennen gibt. „Man kommt hierher und sieht die Jugendlichen, die genauso denken um mit denen man über wertvolle Sachen sprechen kann. Nächstes Jahr bin ich bestimmt wieder dabei – und beim Weltjugendtag auch“ gibt sie hinzu.

Das diesjährige Treffen fand unter dem Motto „Amen!“ statt. Zusammen mit dem Namen des Treffens: „Menschen des Evangeliums, tragt den Namen Christus weit hinaus. Amen“ betonte Bischof Edward Dajczak in seiner Predigt die Bedeutung des Evangeliums, welches wir nicht als Souvenir, aber als Wort Gottes, als Lektüre zum täglichen Lesen, betrachten sollten. Jeder Teilnehmer erhielt eine Taschenausgabe des Neuen Testaments und ein Holzkreuz mit der Aufschrift „Amen“. Der letzte Wunsch von Vater Góra war die Ausgabe der Heiligen Schrift auf den Feldern von Lednica. Die Teilnehmer haben ihn nicht vergessen. „Wir wissen, dass er unter uns ist, wir spüren in unseren Herzen, dass er da ist“ sagten sie. Als Zeichen der Dankbarkeit haben die Jugendlichen zusammen mit dem Portal Benedeo.pl eine große Wand aufgestellt, auf der man schreiben konnte, wofür man Vater Jan dankbar ist. Die Wand war sehr schnell voll.

„Lednica hat mir so viel Energie gegeben, so viel neue Motivation, dass man davon gar nicht müde sein kann“ sagt Vianeja Pesjak aus Slowenien. „Ich denke, dass solche Ereignisse ein Beispiel sind, dass die Kirche wichtig ist, dass die Gemeinschaft eine andere, reichere Atmosphäre schafft“.

„Amen“ – so soll es sein

Die Teilnehmer hörten auch die spezielle Botschaft von Papst Franziskus, in der er an das Motto des Treffens erinnerte und sagte: „Das ist eine wichtige Bestätigung der persönlichen Hingabe an Christus, die eure Vorfahren zusammen mit der Taufe vor 1050 Jahren auf sich genommen haben. Mit dem Beispiel von Maria, deren ganzes Leben mit der Gnade Gottes durchleuchtet war und mit dem Heiligen Geist ermuntere ich euch täglich euer „Amen“ zu wiederholen – so soll es sein.
Die Erinnerung an Vater Jan, dem Initiator eurer Treffen, der schon vor dem Herrn gestanden hat, soll euch auf euren Glaubenswegen inspirieren. Ich segne euch und eure Priester von ganzem Herzen. Gelobt sei Jesus Christus!“

Die offizielle Eröffnung des Treffens fand um 17 Uhr statt, aber das Feld füllte sich schon seit den Morgenstunden mit den Pilgern. Von 9 Uhr morgens bis Mitternacht wurde die Beichte gehört und angebetet. Schon vor der Eröffnung des Treffens haben die Musikgruppe Siewcy Lednicy und die Tänzer die Jugend mit Tanz und Gesang einheizt. Die Teilnehmer hörten auch die Katechese von Vater Adam Szustak mit dem Titel „Enthusiamus des Glaubens“. Sie sahen außerdem einen Film über Vater Jan und über die Geschichte der Jugendtreffen Lednica. In dem offiziellen Teil des Programms wurde das Thema der Taufe von Polen groß geschrieben. Zum Programm gehörten neben der Prozession auch die Erneuerung des Taufgelübdes, die Eucharistiefeier, die Anbetung und die Entscheidung für Christus.

Die auferstandene Welt


„Alles hat mit gefallen, die Organisation, die Menschenmenge, dass sie so fröhlich sind, dass alle tanzen und beten. Dass alle lachen! Am besten hat mit gefallen, dass wir durch den Fisch gegangen sind: das war wirklich so ein Moment wie beim letzten Gericht. Es kam mir so vor, dass hinter diesem Durchgang eine andere Welt liegt. Ich habe sogar zu meiner Freundin gesagt, dass das eine auferstandene Welt ist“ sagt Ulyana Zuravchak, Freiwillige des WJT aus der Ukraine. „Die ganze Zeit haben ich eine ähnliche Atmosphäre wie beim WJT gespürt. Vor allem habe ich mich an die Vigilfeier erinnert, wenn alle unter freiem Himmel schlafen. Hier war es sehr ähnlich.“

Das Treffen wurde traditionell mit dem Durchgang durch den Fisch beendet, der dieses Jahr außerdem auch eine Pforte der Barmherzigkeit ist.
Und was ist nach Lednica? Es gibt nur eine Antwort: der Weltjugendtag in Krakau!
Ja, bei dem Lednica Treffen hat es nicht an Akzenten des WJT gefehlt, genauso wie es beim WJT auch nicht an dieser Freude und diesem Enthusiasmus, die wir erlebt haben, fehlen wird. Judyta hat keine Zweifel, dass der WJT genauso gut von der Jugend aus der ganzen Welt angenommen wird.

Viktoria Samp
Übersetzung: Anna Szargiej
Foto Marianna Gurba


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