26.07 - 31.07.2016

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Das Schaffen gibt viel Freude

2016-04-26

Fot. Wiktoria Hübner


Der Komponist Henryk Jan Botor komponierte für den Weltjugendtag die liturgische Komposition für Johannes Paul II. Während des Gesprächs mit Katarzyna Domagała erzählt er über die musikalische Reflexion des Glaubens, die Wahrnehmung der Welt und von Gott, die Eingebung und über seine Schaffung.

Die liturgische Komposition für Johannes Paul II. wurde speziell für den Weltjugendtag geschrieben. Warum Johannes Paul II.?

Priester Robert Tyrała deutete an, dass eine liturgische Komposition zur Ehre des hl. Johannes Paul II. geschrieben werden sollte, also muss man ihm ihre Entstehung verdanken. Dieses Werk hat allerdings keine symbolischen Eigenschaften oder Symbole, die sich auf die Person von Johannes Paul II. beziehen. Ich wollte ein Stück für eine große Hörermenge schreiben, damit sich jeder darüber freuen kann.

Welchen Musikcharakter hat die Komposition?

Sie ist in ihrer Form eine einfach gestaltete und nicht sehr ausgebaute liturgische Komposition, die die Gläubigen in der Kirche singen können. Es gibt bereits ähnliche Kompositionen in den Liederbüchern, z.B. von Priester Pawlak, Dwornik oder Priester Piasecki. Die Komposition für Johannes Paul II. ist um so viel reicher, dass sie auch für das Orchester geschrieben wurde. Sie wird auch als Begleitmusik für die Orgel ausgegeben werden, damit auch die Orgelspieler sie in ihren Kirchen spielen können. Die Komposition unterscheidet sich auf jeden Fall z.B. von der Hymne des Weltjugendtages, die in die Richtung der Unterhaltungsmusik geht. Diese Musik hat einen liturgischen Charakter und rein klassisch.

Wird die liturgische Komposition für Johannes Paul II. kontemplativ sein?

Ja natürlich, auch durch ihren erhebenden Charakter. Für mich muss die Musik vor allem den Text ausdrücken. Texte aus der hl. Messe haben mich dazu inspiriert diese Musik zu schreiben. Ich wollte ihre Bedeutung und Erhabenheit unterstreichen, sodass der Mensch sie mit Verstand und Herz empfangen kann. Ich denke, dass sie durch die Jugend akzeptiert werden wird. Entgegen dem Anschein, brauchen die Jugendlichen nicht nur Unterhaltungsmusik. Sie sehnen sich auch nach Kontemplation und Nachdenklichkeit. Eine dieser Musikstücke, die nicht nur unterhaltsam sind und schon während des Weltjugendtages gespielt wurden, ist die (für mich) geniale Komposition von Marco Frisiny – Jesus Christ you are my life.

Welche Instrumente werden für die Komposition benutzt werden?

Es wird ein Instrumentarium der symphonischen Orchestermusik geben, also Holz-, Blech- und Blasinstrumente, Harfe und Schlagzeug. In diesem Stück wird das Schlagzeug recht wichtig sein. Entgegen dem Anschein mag ich das Schlagzeug und seinen Rhythmus sehr. Ich denke, dass alle Instrumente Gott loben können. Wir werden eine große Trommel, Pauken und Glocken hören. Solche Instrumente unterstreichen die Erhabenheit der Musik.

Ihre Komposition Misericordias domini in aeternum cantabo wird ebenfalls im Juli in Krakau zu hören sein. Welche Botschaft trägt sie im Kontext des Weltjugendtages mit sich?

Krakau ist für mich die Hauptstadt der Barmherzigkeit. Hier lebte die hl. Schwester Faustina und hier ist sie auch gestorben. Christus selbst sprach zu ihr, dass die Barmherzigkeit die ganze Welt erreichen muss. Wir haben die Pflicht es in jeder Rücksicht zu propagieren, um den Jugendlichen zu übermitteln, dass es in diesem Moment das wichtigste auf der Welt ist. Gott möchte, dass wir uns in Richtung Barmherzigkeit wenden und nicht hartherzig sind. Ich hoffe, dass ich das auf irgendeine Weise durch die Musik tue.

Wie würden einige Worte von Ihnen für die Jugendlichen auf dem WJT 2016 lauten?

Lobt den Herrn durch die Schönheit der Musik und des Gesangs. Entdeckt Gott durch Seine Schöpfung, durch den Sonnenaufgang und Sonnenuntergang und durch das, was uns umgibt. Die ganze Welt erzählt uns über die Schönheit Gottes, darüber, dass Er uns liebt. Die Schönheit der Welt ist ein Abglanz Seiner Schönheit. Jeder von uns ist auf irgendeine Weise unvollkommen, in mir selbst gibt es viel Unvollkommenheit…


Übersetzung: Anna Szargiej

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